THE ART OF ...
Stephanie Naglschmid


Ihre Leidenschaft für gegenständliche, naturalistische Darstellungen vor allem von Wasser und Licht erlauben dem Betrachter ein Teil der Welt zu werden, die sie in herrlichen Landschaftskompositionen geschaffen hat. Eine Welt die so realistisch wirkt, dass man das glitzernde Wasser zu spüren und die Landschaft zu fühlen glaubt.
Bekannt geworden ist sie zunächst mit den beliebten Unterwasserlandschaften tropischer Korallenriffe und des Mittelmeeres, welche jeweils die ganze Fülle eines Meeresgebietes mit seiner ökologisch korrekten Fauna und Flora wiedergeben. Von Kindheit an war sie vom Malen und Zeichen begeistert und verwendete alles nur erdenkliche wie Zeitungen, alte Briefumschläge oder Schulhefte als Zeichenunterlage. Nichts war vor Ihren Skizzen sicher. Alle Techniken, von Rötel, Pastell und Öl hat sie sich in jahrelangem Studium selbst erarbeitet.

Ihre ganze Liebe aber gehört den leichten, transparenten Wasserfarben in sehr detailreicher Maltechnik. "Wasserfarben verzeihen keine Fehler" so ihre Argumentation. "Hier hilft kein Radieren oder Übermalen, entweder der Pinselstrich stimmt oder man beginnt von Neuem. Nur eine konsequente Planung des Bildes und die Beherrschung des Mediums führen hier zu einem gelungenen Bild". Mit unterschiedlichen Maltechniken, die zum Teil ebenfalls durch eigenes Experimentieren gefunden wurden, gelingt es Stephanie Naglschmid Bilder von unglaublicher Leuchtkraft, natürlicher Detailtreue und großer Räumlichkeit zu schaffen.

Stephanie Naglschmid lebt mit Ihrer Familie in Stuttgart im Süden Deutschlands. Hier entstehen auch viele ihrer Bildkompositionen. Die Eindrücke und Ideen für neue Motive sammelt sie an und (als Taucherin) in den heimischen Gewässern, aber auch auf Ihren zahlreichen Reisen von Hawaii bis Mauritius, in Landschaften mit vielfältigen Stimmungen und sich stets wandelnden Spiegelungen und Reflexionen.

Über ihre Motivation sagt sie:

"Seit ich denken kann haben Farben, Stifte, Pinsel, Papier und Leinwand eine besondere Magie für mich. Aus dem Nichts einer leeren Fläche ein lebendes, sprechendes Bild zu schaffen ist ein faszinierender Prozess, den ich stets von neuem mit Begeisterung und Leidenschaft durchlebe. Mit meinen Bildern möchte ich eine allgegenwärtige, gewaltige Lebenskraft in all ihrer detail- und facettenreichen Schönheit vermitteln, die sich in vielfältigen Motiven ausdrücken kann. Um diese scheinbaren Gegensätze von großem Gefühl und akribisch festgehaltenen Details miteinander zu verbinden habe ich lange an meinen Ausdrucksmöglichkeiten gearbeitet und diese immer wieder verfeinert.

In realistischen Kompositionen kann der Betrachter teilhaben an der gewaltigen Kraft und Frische eines Wasserfalls, einer sich brechenden Welle oder eines Hurricanes. Er erlebt lichtdurchflutete Wälder, Bäche und Quellen, irisierende Lichtspiegelungen moderner Städte mit einem pulsierenden Leben, geschäftiges Treiben auf Märkten, aber auch eine fast andächtige Stille einer nächtlichen Szene, in der man fast den Schnee sanft rieseln zu sehen glaubt. Dazu gehören auch meine "sprechenden" Portraits, in welchen ich die einzigartige Lebenskraft und Individualität der Portraitierten ausdrücken möchte.

Materialien zu beherrschen um damit in allen Gestaltungsrichtungen meine Vorstellungen umzusetzen ist für mich dabei sehr wichtig und machen mich immer neugierig für Weiterentwicklungen und Verfeinerungen. Ganz entscheidend für das Ergebnis ist für mich die Wahl der Maltechnik und des Malgrundes. Hier verwende ich die jeweilige, klassische Maltechnik, zum Beispiel Aquarell in allen ihren Vorzügen der Transparenz, Lasurmöglichkeiten und der herrlichen Leuchtkraft der Farben, Ölfarben oder Pastellkreide mit der sanften, weichen Möglichkeit Farbübergänge zu gestalten."